Machtlos?

Es vergeht kaum ein Tag, an dem einem zahllose Berichte in den Medien nicht an den Rand der Verzweiflung treiben. Nachrichten über globale, sehr oft von Menschen verursachte, Katastrophen gehören heute schon zum Standardrepertoire der Berichterstattung. Sich ärgern bringt wenig. Doch die gefühlte Machtlosigkeit sollte uns nicht zur Untätigkeit verführen. Der/die Einzelne kann allein wenig, gemeinsam mit Gleichgesinnten aber doch etwas bewegen. Es gibt genügend Beispiele in unserer jüngeren österreichischen Geschichte, man denke nur an Zwentendorf.

Klimaproblematik, Migrationskatastrophen, Bewältigung oder zumindest Linderung lokaler oder auch globaler Armut, an Aufgaben mangelt es nicht. In der Vorweihnachtszeit möchte ich eine Bewegung dazu vorstellen, die versucht für mehrere, zusammenhängende Problemfelder Lösungen zu finden: FAIRTRADE Österreich.

1997 schlossen sich verschiedene Gütesiegel-Initiativen, darunter FAIRTRADE Österreich, zusammen, um alle ihre auf die Produzentenorganisationen ausgerichteten Aktivitäten zu koordinieren. Aus diesem Zusammenschluss entstand Fairtrade International, eine Nichtregierungsorganisation, mit Sitz in Bonn.

Die Vision von FAIRTRADE ist eine Welt, in der alle Kleinbauernfamilien und Beschäftigten auf Plantagen in sogenannten Entwicklungsländern ein sicheres und gutes Leben führen, ihr Potenzial ausschöpfen und über ihre Zukunft selbst bestimmen können. Die neue Strategie „Changing Trade, Changing Lives“ von Fairtrade International bringt uns einen Schritt näher, dies Wirklichkeit werden zu lassen, und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Sie basiert auf verschiedenen Zielen, welche die Agenda von FAIRTRADE bis 2020 bestimmen werden. Das sind unter anderem eine verstärkte Wirkung über Beratungen und Förderprogramme.

Produzentinnen und Produzenten benötigen über den Marktzugang hinaus weitere Unterstützung, um messbare soziale, ökonomische und umweltfreundliche Veränderungen besser zu erreichen. Die Produzentennetzwerke richten ihre Arbeit an thematischen Schwerpunkten aus, in Zusammenarbeit mit internationalen Beraterinnen und Beratern sowie Partnerorganisationen vor Ort, wie nationale FAIRTRADE-Organisationen, Unternehmen, landwirtschaftliche Beratungsdienste von Regierungen vor Ort, NROs, Gewerkschaften und Finanzdienstleister.

Und was kann der/die Einzelne in Österreich dazu beitragen? Achten Sie bitte nicht nur in der Vorweihnachtszeit bei Ihrem Einkauf auf das FAIRTRADE-Siegel. Danke!



Kategorien:International, Politik, Umwelt, WAZ, Wirtschaft

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