Erfolgreicher mit gespaltener Zunge?

Am 31. Oktober feierten unsere evangelischen Mitbürgerinnen 500 Jahre Reformation. Laut der Überlieferung soll der Mönch und Theologieprofessor Dr. Martin Luther am Abend vor Allerheiligen 1517 an die Pforte der Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen zu Ablass und Buße angeschlagen haben. Grund genug, auch für Un- oder Andersgläubige, sich in diesem Zusammenhang an eine Lieblingsbibelstelle Dr. Luthers zu erinnern: „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel“ (Matthaeus 5:37). Weiterlesen

WIE WIR WOHNEN, SO LEBEN WIR

Leistbares Wohnen sicherzustellen ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart. In der vorigen Ausgabe der WAZ stellte GESIBA-Generaldirektor Ing. Ewald Kirschner, ausgehend von den Überlegungen Dr. Harry Glücks und deren modellhaften Verwirklichungen im Wohnpark Alt-Erlaa und anderen von der GESIBA realisierten Folgebauten, technische, strukturelle und architektonische Lösungsansätze dar. Vorstandsdirektor Dr. Klaus Baringer, zuständig für die Finanzen der GESIBA und AEAG, stellt uns diesmal den Beitrag der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft zur Bewältigung der Aufgabe vor. Weiterlesen

Endlich: Jetzt geht’s los!

Der 15. Oktober brachte die Entscheidung. Der bisherige Integrationsminister soll endlich das Steuer übernehmen. Ein weniger störrischer Koalitionspartner wird gesucht. Jetzt soll Integration endlich ungehindert entsprechend den von den Boulevardmedien jahrelang vorgegebenen Richtlinien exekutiert werden. Unüberlegte Äußerungen, wie etwa „der Islam gehört zu Österreich“, sind ab sofort zur Anzeige zu bringen. Vergangenes Fehlverhalten wird noch ein letztes Mal entschuldigt. Aber jetzt muss Schluss damit sein! Weiterlesen

Wien 2030 / 2050: Handlungsfeld Wohnbau

Weitgehend unbemerkt von den Medien werden in der Stadt Wien schon seit geraumer Zeit Überlegungen zur Positionierung unserer Stadt in 25 bis 30 Jahren angestellt. Die Herausforderung bei diesen Überlegungen liegt auf der Hand: Ein mittel- bis langfristiger Betrachtungshorizont verlangt nach Perspektiven, die bereits vom Ansatz her über das Tagesgeschäft der Stadtplanung und der Kommunalpolitik hinausgehen – gleichzeitig ist aber die Anschlussfähigkeit an die aktuelle Ausgangssituation zu fordern. Weiterlesen

Wahlen, ein Medienspektakel?

Seriosität scheint in Vorwahlzeiten in weiten Bereichen der österreichischen Medienlandschaft verloren gegangen zu sein. Im Mittelpunkt stehen Umfrageergebnisse und Prognosen und nicht Wahlprogramme. Lösungsvorschläge zu bestehenden oder voraussehbaren Problemen werden kaum beachtet. Viel wichtiger scheint zu sein, wie sich SpitzenkandidatInnen und mehr oder weniger prominente QuereinsteigerInnen verhalten. Weiterlesen

Die Klimakatastrophe ist abgesagt. Halleluja!

„Der Teufel selbst, so scheint es, drohe in der modernen Verkleidung der chemischen Formel CO2. Und wir wissen, wer die düstere Apokalypse der Gegenwart von den Dächern kündet: der Weltklimarat IPCC, der Intergovernmental Panel on Climate Change.“

„Wir müssten – in der Logik des IPCC – lediglich bis zum Ende des Jahrhunderts sicherstellen, dass CO2 nicht 600 ppm übersteigt – das Doppelte des Wertes von 1900. Das ist aber technologisch wie auch wirtschaftlich völlig unproblematisch zu erreichen. Mit anderen Worten: Die Klimakatastrophe ist abgesagt.“

„Aber kaum jemand wird dieser guten Nachricht Glauben schenken. Was soll die Expertise Einzelner gegen den gewaltigen Meinungsdruck eines Weltklimarates ausrichten? Und der will buchstäblich auf Teufel komm raus die Klimakatastrophe nach wie vor – ja emphatischer denn je – als Menetekel an die Wand malen.“

„Der Grund dafür ist offensichtlich: Klimawandel ist ein risikoloses – wer wird eine Klima-Kassandra in hundert Jahren zur Rechenschaft ziehen? – und außerordentlich profitables Geschäft geworden.“

Am 29. Oktober 2015 ließ uns Prof. Dr. Rudolf Taschner in seiner Kolumne in der „Presse“ an all seinen Erkenntnissen zum Klimawandel teilhaben. Man könnte das als Beispiel nehmen, dass auch ein begnadeter Mathematiker, und das ist er ganz sicherlich, zu anderen Fachgebieten eher skurrile Ansichten vertritt, um es diplomatisch auszudrücken. Soll vorkommen. Peinlich nur, dass genau dieser Mann nicht einmal zwei Jahre danach als kommender Sprecher für Bildung und Wissenschaft im Nationalrat für die Liste Kurz präsentiert wird. Weiterlesen

Die 4. Macht im Staat

Zeitungs-, Radio- und Fernsehmacher sehen sich gerne als 4. Macht im Staate. Gern stellt man sich auf eine Ebene mit Gesetzgeber, Regierung und Justiz. Mit welcher Legitimation? Dem Boten reicht es nicht mehr, seiner eigentlichen Aufgabe, der fehlerlosen Überbringung von Informationen, nachzukommen. Wie führe ich am besten den Interviewpartnern vor, wenn er nicht meiner Meinung ist, mache ihn/sie wenn möglich auch gleich lächerlich, scheint ein Dauerwettbewerb, nicht nur vor Wahlen, zu sein. Weiterlesen