Die Klimakatastrophe ist abgesagt. Halleluja!

„Der Teufel selbst, so scheint es, drohe in der modernen Verkleidung der chemischen Formel CO2. Und wir wissen, wer die düstere Apokalypse der Gegenwart von den Dächern kündet: der Weltklimarat IPCC, der Intergovernmental Panel on Climate Change.“

„Wir müssten – in der Logik des IPCC – lediglich bis zum Ende des Jahrhunderts sicherstellen, dass CO2 nicht 600 ppm übersteigt – das Doppelte des Wertes von 1900. Das ist aber technologisch wie auch wirtschaftlich völlig unproblematisch zu erreichen. Mit anderen Worten: Die Klimakatastrophe ist abgesagt.“

„Aber kaum jemand wird dieser guten Nachricht Glauben schenken. Was soll die Expertise Einzelner gegen den gewaltigen Meinungsdruck eines Weltklimarates ausrichten? Und der will buchstäblich auf Teufel komm raus die Klimakatastrophe nach wie vor – ja emphatischer denn je – als Menetekel an die Wand malen.“

„Der Grund dafür ist offensichtlich: Klimawandel ist ein risikoloses – wer wird eine Klima-Kassandra in hundert Jahren zur Rechenschaft ziehen? – und außerordentlich profitables Geschäft geworden.“

Am 29. Oktober 2015 ließ uns Prof. Dr. Rudolf Taschner in seiner Kolumne in der „Presse“ an all seinen Erkenntnissen zum Klimawandel teilhaben. Man könnte das als Beispiel nehmen, dass auch ein begnadeter Mathematiker, und das ist er ganz sicherlich, zu anderen Fachgebieten eher skurrile Ansichten vertritt, um es diplomatisch auszudrücken. Soll vorkommen. Peinlich nur, dass genau dieser Mann nicht einmal zwei Jahre danach als kommender Sprecher für Bildung und Wissenschaft im Nationalrat für die Liste Kurz präsentiert wird.

Man könnte das natürlich auch als einmaligen Ausrutscher abtun, wenn Prof. Taschner nicht immer wieder auch zu anderen Themen auffällig geworden wäre. Erst heuer, am 23. März 2017, wieder in der „Presse“, ließ er uns seine Ansichten zum Thema „political Correctness“ wissen. Die Bostoner Schulbehörde will für den Unterricht maßstabsgetreuere Karten verwenden, den Lehrplan entkolonialisieren und nicht mehr nur die weiße Sicht der Geschichte zeigen. Prof. Taschner dazu: „Mathematisch ist es beweisbar, dass man die Welt nicht ‚gerecht‘ abbilden kann. Doch die politisch Korrekten ficht das in ihrer Dummheit nicht an.“ Oder in anderen Worten: Jedes Bemühen sich politisch korrekt zu verhalten = dumm.

Seine Äußerungen zur „g’sunden Watschen“ und dem „kurzen, reinigenden Schmerz“ (Die Presse, 26.01.2012) wurden bereits in den Medien kurz erwähnt. Ich möchte das nicht weiter kommentieren. Nicht weil ich es für unwichtig halte, sondern weil mir die Worte fehlen.

Auf so einen Sprecher für Bildung und Wissenschaft im kommenden Nationalrat können wir uns wirklich freuen.

Vorabdruck aus der WAZ – Wohnpark Alterlaa Zeitung, Ausgabe August/September 2017.



Kategorien:Österreich, Politik, WAZ

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