Nach getaner Arbeit ist gut ruhen

12. Oktober: Die Wahlen sind geschlagen, die Ergebnisse nicht wirklich überraschend. Zurücklehnen sollten sich aber nur Wahlkampfmanager, für die erfolgreichen Kandidat*innen beginnt jetzt der Ernst des Lebens. Interessant ist daher, wie die einzelnen Reaktionen aussehen.

Die, vor allem in den führenden Medien, von Journalist*innen oft gestellte Frage ist „Wer mit wem?“ und nicht „Was soll geschafft werden?“. Wohltuend daher, dass Wahlsieger Bürgermeister Dr. Ludwig sich zuerst mit einem Arbeitskatalog für die kommende Legislaturperiode zu Wort meldete. Für uns in der „Initiative PVE Alterlaa – für eine bürgernahe Gesundheitsversorgung“ ist es erfreulich, wenn auch nicht überraschend, dass an erster Stelle seiner Tagesordnung für die Sondierungsgespräche „ein klares Bekenntnis zum öffentlich finanzierten Gesundheitswesen“ steht.

Wir sind gespannt, wann hier Bewegung in den seit 2017 andauernden Stillstand kommt. Widerstand ist eigentlich von keinem der potenziellen Koalitionspartner*innen zu erwarten, wenn man sich an den vor den Wahlen abgegebenen Erklärungen und Versprechen orientiert.

Interessant ist aber auch, wie sich unsere Bezirkspolitiker*innen positionieren. Bezirksvorsteher Bischofs Position als bereits sehr früher Verfechter einer bürgernahen Gesundheitsversorgung ist klar. Der voraussichtlich neue Bezirksvorsteher-Stellvertreter Gasselich wird beweisen müssen, dass seinem Topwahlversprechen „Errichtung von zwei Gesundheitszentren in Liesing“ nun auch Taten folgen. An ihren Taten werden wir sie messen und mit unseren Beurteilungen sicher nicht bis zur nächsten Wahl in 5 Jahren warten. Schließlich sollten die für die Anschubfinanzierung in Wien vorgesehenen 42,6 Mio. € nicht noch weitere 3 Jahre ungenützt bleiben, könnte ja wer auf die Idee kommen und andere Löcher damit stopfen!

Es darf aber auch über Erfreuliches im Gesundheitsbereich des 23. Bezirks berichtet werden: am 9. Oktober erfolgte der Spatenstich für die neue große Rettungsstation der Berufsrettung Wien in Liesing. Obwohl weder auf dem offiziell zur Verfügung gestelltem Foto aufscheinend noch im Pressetext erwähnt, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es Christian Deutsch war, der vor Jahren bereits gegen die hanebüchene Überlegung einer Schließung der in die Jahre gekommenen Rettungsstation in Atzgersdorf und einer „Mitbetreuung“ durch Hietzing Sturm lief, bürgernah in der Praxis und nicht nur als Schlagwort!

Vorabdruck aus der WAZ – Wohnpark Alterlaa Zeitung, Ausgabe November 2020



Kategorien:Gesundheit, Medien, WAZ, Wohnpark Alt-Erlaa

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