AUCH EINE FRAGE DER GLAUBWÜRDIGKEIT

Es wäre maßlos übertrieben zu behaupten, wir hätten erwartet, dass die Errichtung einer Primärversorgungseinheit (PVE) ein leichtes Unterfangen wäre. Wenn maßgebliche Bezirks- und Stadtpolitikerinnen seit Jahren, letztlich mit bescheidenem Erfolg, sich um die Verwirklichung bemühen, muss es wohl größere Hindernisse, um nicht zu sagen Widerstände, geben.

Gemeinsam mit Mag.a BAUTZMANN, einer ausgewiesenen Gesundheitsfachfrau, haben wir, Prof. Dr. HOLZINGER und ich, uns nun daran gemacht, hier Klarheit zu schaffen. Zu diesem Zweck haben wir uns mit unserem Anliegen an den zuständigen Gesundheitsstadtrat Peter HACKER gewandt. Dieser Prozess ist gerade im Gange. Abhold jeglicher Geheimniskrämerei arbeiten wir auch gerade daran, die diesbezügliche Korrespondenz, in einer eigenen Datenbank der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Schließlich haben alle politischen Parteien im Bezirksrat sich einstimmig für die Errichtung der PVEs im Bezirk ausgesprochen. Und im Wiener Landtag war Ende Juni auch keine Gegenstimme zu vernehmen. Im Gegenteil, mehrfach bemühte man sich klarzustellen, dass man immer schon dafür war.

Dafür zu sein und etwas zu verwirklichen scheinen aber offensichtlich zwei verschiedene Angelegenheiten zu sein. Hauptpunkt ist natürlich, wie könnte es anders sein, die Frage der Finanzierung, im Besonderen der Anschubfinanzierung (siehe auch Facebook-Beitrag von Prof. Dr. HOLZINGER vom 2. August 2020). In Vorwahlzeiten ist es immer nützlich, sich anzusehen was die einzelnen Parteien in ihren Programmen dazu zu sagen haben. Konkret scheinen die PVEs im Programm der Wiener SPÖ im Gesundheitskapitel auf Seite 25 unter dem Titel Investitionen auf. In den derzeit vorliegenden Programmen der anderen wahlwerbenden Parteien konnten wir dazu konkret noch nichts finden. Es gibt aber einzelne mündliche Zusicherungen, dass man das ebenso sehe. Wir finden den Ansatz, die Errichtung der PVEs nicht nur als Aufgabe der Ärztinnen, ihrer Kammer und der Gesundheitskasse zu sehen als ermutigend. Schließlich wird im Gemeinderat bzw. Landtag nicht über Unterstützungen und Investitionen der Ärztekammer bzw. der Gesundheitskasse entschieden, sondern über Investitionen der Stadt bzw. des Landes Wien. Ein entsprechender Wiener Beschluss, noch vor den Wahlen am 11. Oktober, würde wesentlich zu mehr Glaubwürdigkeit in der Politik beitragen! Schließlich waren bisher alle dafür, nun könnte man doch Nägel mit Köpfen machen.



Kategorien:Gesundheit, Politik, Wien, Wohnpark Alt-Erlaa

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